Tonight! Charles makes his conducting debut with Nürnberg Philharmonic Orchestra conducting Bedrich Smetana's 'From My Life'

July 7, 2017

GEMISCHTES DOPPEL - 8. PHILHARMONISCHES KONZERT

 

Freitag, 07.07.2017 um 20:00 Uhr, Meistersingerhalle 

 

Werke von Detlev Glanert, Johannes Brahms und Bedřich Smetana 

ANSCHLIESSEND PHILHARMONISCHE LOUNGE | 19.15 UHR KONZERTFÜHRER LIVE

 

Detlev Glanert: 
BRAHMS-FANTASIE. HELIOGRAVURE FÜR ORCHESTER 
Johannes Brahms: 
KONZERT FÜR VIOLINE, VIOLONCELLO UND ORCHESTER A-MOLL OP. 102
Bedřich Smetana: 
STREICHQUARTETT NR. 1 E-MOLL „AUS MEINEM LEBEN“ (Orchesterfassung von George Szell)

 

 

Charles Olivieri-Munroe (Musikalische Leitung), Baiba Skride (Violine), Harriet Krijgh (Violoncello), Staatsphilharmonie Nürnberg


Ein grelles Pfeifen, dann Stille. In einem der erschütterndsten Momente der Musikgeschichte hat der Komponist Bedřich Smetana seinen Hörsturz und den Verlust seines Gehörs in Töne gefasst. Sein Streichquartett „Aus meinem Leben“ ist eine musikalische Autobiografie, die den Aufstieg und das tragische Ende von Smetanas Komponistenlaufbahn bewegend schildert. Die Orchesterfassung des Streichquartetts des ungarisch-amerikanischen Dirigenten George Szell koloriert das Streichquartett mit den warmen Orchesterfarben, die alle Musikfreund*innen etwa aus Smetanas Tondichtung „Die Moldau“ kennen.

Für Smetanas Zeitgenossen Johannes Brahms wäre eine derartige musikalische Selbstdarstellung undenkbar gewesen. Sparsam sind die persönlichen Zeugnisse des deutschen Komponisten, der selbst in Briefen persönliche Gefühle mit Ironie überspielte. Sein Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester hat dennoch einen biografischen Hintergrund. Das Konzert ist eine Geste der Freundschaft an den Geiger Joseph Joachim, mit dem sich Brahms zerstritten hatte. Das Doppelkonzert ist einzigartig im 19. Jahrhundert, weil es die beiden Soloinstrumente nicht im Widerstreit, sondern als Partner eines sinfonischen Dialoges mit dem Orchester präsentiert. Der 1960 geborene Komponist und bekennende Brahms-Verehrer Detlev Glanert hat in seiner Brahms-Fantasie die ersten Takte von dessen Erster Sinfonie mit den Mitteln seiner eigenen Musiksprache fortgesponnen. 

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