Tonight! Violinist Alexandre da Costa joins fellow Canadian conductor Charles Olivieri-Munroe on stage with Philharmonie Südwestfalen

November 10, 2017

Fr / 10-Nov-2017 / 20.00 Uhr

 

SINFONIEKONZERT

 

 

Hector Berlioz (1803 – 1869)
• Ouvertüre zu »Rob Roy« (1831)

Max Bruch (1838 – 1920)
• Konzert für Violine und Orchester g-moll op. 26 (1866 – 68)

Dmitri Schostakowitsch (1906 – 1975)
• Sinfonie Nr. 6 h-moll op. 54 (1939)

 

 

Spielort: Siegen / Apollo-Theater

Info/Karten:
Siegen / Apollo-Theater
Telefon: 02 71. 7 70 27 72 
theaterkasse@apollosiegen.de 
www.apollosiegen.de/karten-und-abos/einzelkarten/theaterkasse 

Einführungsvortrag mit Katrin Mainz
Mi / 08-Nov-2017 / 18 Uhr
Siegen / Apollo-Theater

 

Dirigent: Charles Olivieri-Munroe

Solist: Alexandre Da Costa (Violine) 

 

Gefördert von der 

»Der musikalische Charakter der Sechsten Sinfonie wird sich von der Stimmung und dem Gefühl der Fünften Sinfonie unterscheiden, in der Momente der Tragik und Anspannung charakteristisch waren. In meiner neuesten Sinfonie herrscht eine Musik nachdenklicher und lyrischer Ordnung vor. Ich wollte dies in die Stimmungen von Frühling, Freude und Jugend vermitteln.«
Das sagte Dmitri Schostakowitsch über seine 6. Sinfonie in jenem schicksalsträchtigen September des Jahres 1939. Da lebte er in einem stalinistischen Russland, hatte lange als begabtester Künstler seiner Generation gegolten, war dann beim Regime in Ungnade gefallen und musste um sein Leben fürchten. Eigentlich hatte er angekündigt, eine monumentale »Lenin-Sinfonie« zu schreiben. Eine solche wurde es nicht. Noch nicht einmal die traditionelle Viersätzigkeit hielt er aufrecht. In einer eigens einberufenen Sondersitzung in Moskau wurde das Werk weitgehend abgelehnt, beim Publikum stellte sich jedoch großer Erfolg ein.
Zustimmung erfährt bis heute auch das 1. Violinkonzert von Max Bruch. Der war gar nicht mal so glücklich darüber, weil seine übrigen Werke im Schatten des überwältigenden Erfolges des ersten Violinkonzertes standen. So viele Geiger wollten ihm dieses Konzert vorspielen, dass Bruch resigniert an seinen Verleger schrieb: » Ich kann dieses Concert nicht mehr hören – habe ich vielleicht nur dieses eine Concert geschrieben? « Vier Jahre hatte er daran gearbeitet – und »warf es gewiss ein halbes Dutzend Mal um«. Und dann kam noch ein Unglück dazu: Bruch verkaufte die Rechte an seinem einzigen Kassenschlager gegen ein einmaliges Honorar und ging danach leer aus …
Da hätte es vielleicht einen gewiefteren Geschäftsmann gebraucht – oder einen waschechten Freibeuter, wie er in der Berliozschen Ouvertüre »Rob Roy« beschrieben wird.

 

 

 

 

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